Schaalsee-Projekt

Nachhaltig leben und arbeiten im Biosphärenreservat

Seit 2010 bin ich Miteigentümer eines alten Reetdachhauses mit großem Grundstück in dem kleinen mecklenburgischen Dorf Neuenkirchen bei Zarrentin, mitten im Biosphärenreservat Schaalsee gelegen (www.schaalsee.de). In der ehemaligen alten Dorfschule, direkt gegenüber der ältesten Feldsteinkirche Westmecklenburgs, hat meine schwesterliche Freundin, die Künstlerin Ines Bargholz, in über 20 Jahren bewussten Da-Seins einen ganz besonderen Platz geschaffen, die „Elfenschule“ – einen Ort der Inspiration, in dem Besucher Raum und Gelegenheit finden, neue Sichtweisen zu entwickeln, ihre Schöpferkraft zu entdecken und ihrer Intuition zu folgen. In diesem Umfeld werden Elfen, Kobolde und andere Wesen sichtbar, die mit viel Phantasie und Einfühlungsvermögen aus gepressten Blütenblättern und anderen Naturmaterialien entstehen. In der  „Galerie in der Elfenschule“ (www.schaalsee-lebens-art.de) können Besucher das „Kleine Volk“ vom Schaalsee kennenlernen, aber auch handbemaltes Porzellan, Bilder und andere außergewöhnliche Werke der vielseitigen Künstlerin Ines Bargholz erwerben.

 

Bereits bei meinem ersten Besuch vor vielen Jahren war ich von diesem besonderen Ort und seiner Magie bezaubert, nicht ahnend, dass ich mich hier einmal würde einbringen dürfen.
Mein Anliegen als zertifizierter Natur- und Landschaftsführer ist es, Besucher wie Einheimische für die Naturschönheiten der Biosphärenregion zu begeistern und für ihren Erhalt zu werben. Dabei möchte ich auch meine aus vielen intensiven Naturerlebnissen und ungewöhnlichen Begegnungen gespeiste biozentrische („indianische“) Sichtweise vermitteln, die die Natur als beseelt und Tiere und Pflanzen als vom Menschen zu respektierende Mitgeschöpfe ansieht. Aus dem scheinbaren Gegensatz zwischen Naturwissenschaftler und Künstlerin entsteht so eine sich gegenseitig befruchtende Synthese aus zwei unterschiedlichen Ansätzen, die Dinge hinter den Dingen zu entdecken.

 

Für meine Arbeit als Biologe und Autor naturkundlicher Artikel, Bücher und CDs stellt die Schaalsee-Region eine stete Inspirationsquelle dar. Vom knapp 2.600 Quadratmeter großen Garten der „Elfenschule“ aus geht der Blick weit in die Neuenkirchener Niederung am Nordostufer des gleichnamigen Sees, die in den letzten Jahren im Rahmen einer Renaturierungsmaßnahme wieder vernässt wurde. Zahlreiche anderenorts selten gewordene Tiere sind hier noch regelmäßig zu sehen oder zu hören: Kranich, Rotmilan und Kolkrabe brüten dicht hinter unserem Haus, im Kirchturm gegenüber wohnt ein Waldkauz, und sogar der mächtige Seeadler kreist nicht selten über unseren Köpfen. Molche, Eidechsen und Glühwürmchen bevölkern den Garten, und am nahen See leben Biber und Fischotter. Im Frühjahr geben Nachtigallen und Laubfrösche ein stimmgewaltiges Konzert, und im Herbst erfüllen die Trompetenrufe der Kraniche, das Geschnatter der Wildgänse und die klangvollen Stimmen der Singschwäne die Luft – Zugvögel, die die Schaalsee-Region als Rast- oder Überwinterungsgebiet nutzen. Und mittendrin in unserem Gartenparadies liegen das „Traumzauberhaus“ (Ferienhäuschen) und die „Ferienwohnung Elfenschule“ (www.schaalsee-lebens-art.de/ferien-in-der-elfenschule). Weitere gemütliche Ferienwohnungen gibt es in unmittelbarer Nachbarschaft im „Gästehaus Elfenkirchen“ (www.elfenkirchen.de) und im „Eulennest“ (www.schaalsee-eulennest.de).

 

Die Schaalseeregion – vom Todesstreifen zum nachhaltig genutzten Lebensraum

Mitten durch den benachbarten Schaalsee verlief einst die innerdeutsche Grenze. Was für die Menschen hüben wie drüben so negativ war, war für die Natur entlang des Todesstreifens ein Segen, konnte sie sich hier doch weitgehend ungestört von menschlichen Eingriffen entwickeln. Seit dem Jahr 2000 steht die östliche Schaalsee-Region als „Biosphärenreservat“ unter dem Schutz der UNESCO. Zusammen mit dem benachbarten Biosphärenreservat „Flusslandschaft Elbe Mecklenburg-Vorpommern“ (www.elbetal-mv.de), das seinerseits Teil des fünf Bundesländer umfassenden Großschutzgebietes „UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe“ ist, bildet es das Biosphärenband Schaalsee-Elbe“.


Biosphärenreservate sind keine reinen Naturschutzgebiete, sondern Modellregionen für ein nachhaltiges Leben und Wirtschaften im Einklang mit der Natur. Dabei sollen ökologische, ökonomische und soziale Belange gleichberechtigt nebeneinander stehen. Besonderer Wert liegt auf der Regionalentwicklung, der Produktion und Vermarktung regionaltypischer Nahrungsmittel, Waren und Dienstleistungen. Unter dem Motto „Für Leib und Seele“ arbeiten im Biosphärenreservat Schaalsee inzwischen zahlreiche zertifizierte Partnerbetriebe an der Umsetzung dieser Ziele. Seit Dezember 2013 bin auch ich Inhaber der Regionalmarke „Für Leib und Seele“ (www.schaalsee.de/inhalte/seiten/regionalmarke/regionalmarke.php).