Naturführungen

Großstadt-Safari oder Schaalsee-Expedition

Möwenkolonien und Blütenpracht im Hamburger Hafen, Füchse und Uhus auf Friedhöfen, brütende Seevögel in Einkaufszentren und auf Baustellen, Kraniche und Adler, Hirsche und Wildschweine, Fledermäuse und Orchideen – die „wilden Hamburger“ leben mitten unter uns. In keiner anderen deutschen Großstadt gibt es so viele Tier- und Pflanzenarten wie in Hamburg. Allein 32 Naturschutzgebiete hat die Hansestadt aufzuweisen, darunter viele von europaweiter Bedeutung.
Kommen Sie mit auf eine Expedition in den Großstadtdschungel. Streifen Sie mit mir durch Wälder und Wiesen, Moore und Heiden, entdecken Sie wilde Nachbarn in Parks und Kleingärten, an Elbe und Alster oder auch in der näheren Umgebung Hamburgs.

Buchtipp zur Vorbereitung und zum Nachlesen: Wilde Hamburger


Mögliche Exkursionen (je nach Jahreszeit):


Frühling im Duvenstedter Brook
Frühblüher und Frühsänger, Zugvögel und wandernde Frösche, mit etwas Glück sogar Hirsche und tanzende Kraniche - es gibt viel zu entdecken in der Wildnis in Hamburgs Norden, die zu den artenreichsten Lebensräumen Norddeutschlands zählt. Ein Besuch des Naturschutz-Informationshauses rundet die Tour ab.



Naturparadiese zwischen Industrie und Autobahn
(Holzhafen / Kaltehofe)

Lassen Sie sich faszinieren von dem Kontrast zwischen urwüchsiger Natur, Industrie und Verkehr zwischen Rothenburgsort und Billwerder-Moorfleet. Schlickwatten, verwunschene Teichlandschaften und eine Kormorankolonie sind Höhepunkte der Wanderung entlang von Norder- und Dove Elbe. Das Kulturdenkmal Kaltehofe gibt zudem Einblicke in die Geschichte der Hamburger Trinkwasseraufbereitung.



Waldeslust (Wohldorfer Wald)
Genießen Sie einen Frühlingsmorgen in Hamburgs "Urwald", lauschen Sie dem vielstimmigen Vogelkonzert und erfahren nebenbei, warum Totholz voller Leben ist und der Specht beim Trommeln keine Kopfschmerzen bekommt. Mit seinem abwechslungsreichen Relief aus Hügeln und Tälern, mit uralten Bäumen, Wiesen, Quellen und Bächen bietet der Wohldorfer Wald Lebensraum für eine Vielzahl seltener Tiere und Pflanzen.



Kühe statt Panzer (Höltigbaum)
Einst pflügten hier Panzer durchs Gelände, heute ist der ehemalige militärische Übungsplatz Höltigbaum im Osten Hamburgs ein länderübergreifendes Naturrefugium ersten Ranges und Versuchsobjekt zugleich: Die ganzjährige Beweidung mit robusten Rindern und Schafen schafft eine "halboffene Weidelandschaft", die an die Urlandschaft zu Zeiten der längst ausgestorbenen Wisente, Auerochsen und Wildpferde erinnert. Außerdem bietet sich hier wie an kaum einer anderen Stelle die Gelegenheit, besondere Geländeformen wie Wallberge und Tunneltäler zu studieren, die durch das Wirken eiszeitlicher Gletscher entstanden.



Im Reich des Wachtelkönigs
(Moorgürtel)

Erfahren Sie, warum der seltene Wachtelkönig, den viele Hamburger immer noch für ein Phantom halten, gerade im Moorgürtel zwischen Altem Land und Harburger Bergen ganz besonders gute Lebensbedingungen findet, was ein Geestrandmoor ist und warum diese kleinteilig genutzte Landschaft auch ohne Wachtelkönig von herausragendem ökologischen Wert ist.



Vogelkonzert im Harburger Stadtpark
Der naturnah gestaltete Harburger Stadtpark rund um den Außenmühlenteich ist ein Dorado für Vögel und Vogelliebhaber. Buchenbestände, Erlenbruch, feuchte Wiesen, Teiche und angrenzende Kleingärten bieten viele verschiedene Lebensräume für eine artenreiche Vogelwelt, darunter seltene Vertreter wie Eisvogel, Grünspecht, Kuckuck und Nachtigall. Rund 50 Vogelarten brüten hier, weitere nutzen den Park als Nahrungsrevier oder Rastgebiet.



Nachtigallen, Eisvögel und Schachblumen
(Untere Seeveniederung)
In unmittelbarer Nachbarschaft zu Europas größtem Rangierbahnhof bei Maschen liegt das Naturschutzgebiet "Untere Seeveniederung" mit dem bundesweit größten Vorkommen der vom Aussterben bedrohten Schachblume. Außerdem lassen sich hier neben vielen anderen Arten Eisvögel, Kiebitze, Kormorane und Nachtigallen gut beobachten bzw. belauschen. Wir besichtigen auch das "Seevengeti-Projekt".



Sanddünen und Urwald
(Boberger Niederung)

Die Dünen zählen sicherlich zu den spektakulärsten Naturlandschaften Hamburgs, doch hat die Boberger Niederung noch viel mehr zu bieten. Auf einer ausgedehnten Wanderung erleben Sie die enorme Landschaftsvielfalt mit Feuchtwiesen und Heide, den idyllischen Uferpartien der Bille, undurchdringlichen "Urwald" und sogar einem See. Ein Besuch des Informationszentrums der Loki-Schmidt-Stiftung rundet die Tour ab.



Naturschätze am Alsterwanderweg
(Rodenbeker Quellental und Hainesch/Iland)

Die weite Wasserfläche der Außenalster steht in starkem Kontrast zum Mittellauf der Alster, die auf weiten Strecken einen sehr naturbelassenen Eindruck macht. Auf dieser Tour entlang eines Teiles des Alsterwanderweges besuchen wir zwei der unbekanntesten und reizvollsten Naturperlen Hamburgs. Steile Hänge, kleine Bachtäler und Quellbereiche inmitten von herrlichem Laubwald prägen die Landschaft.



Durch Wald, Moor und Heide
(Wohldorfer Wald und Duvenstedter Brook)

Diese ganztägige Wanderung führt durch eine Fülle verschiedener Lebensräume, vom Laubmischwald, Erlen- und Birkenbruch über Moor- und Heidelandschaften bis zu Feuchtwiesen, Teichen und Bächen. Diese Wildnis ist Heimat für zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten, unter ihnen Libellen und Laubfrösche, Kraniche und wilde Orchideen. Zwischendurch machen wir ein Picknick im Wald und Kaffeepause am Infohaus.



Heideblüte in der Fischbeker Heide
Die "kleine Schwester" der Lüneburger Heide ist weit mehr als nur eine lila Postkartenidylle. Entdecken Sie Spuren mittelalterlicher Holznutzung und erfahren Sie, warum sich die Heidebauern früherer Zeiten im Sinne des Wortes "abplacken" mussten. Erleben Sie die Schäferin und ihre Hunde bei der Arbeit mit den Heidschnucken und hören Sie Geschichten von Ziegenmelkern und Ameisenlöwen. Eine spektakuläre Fernsicht über die Elbe bis nach Blankenese entschädigt für teils steile Serpentinenwege. Ein Besuch des Naturschutz-Informationshauses "Schafstall" rundet die Tour ab.



Hirschbrunft im Duvenstedter Brook
Erleben Sie eines der spektakulärsten Naturschauspiele, das Hamburg zu bieten hat: die Brunft des Rotwildes. Wenn in klaren, kalten Septembernächten die Bodennebel aus den Wiesen steigen und ringsum das archaisch klingende Röhren der stärksten Hirsche Norddeutschlands ertönt, fühlt man sich in eine andere Welt versetzt. Nach einer Einführung in Biologie und Verhalten der Hirsche geht es auf Beobachtungstour in die Brook-Wildnis.



Von Baumpilzen und Spechtbäumen
(Wohldorfer Wald)

Erleben Sie einen der schönsten und vielfältigsten Wälder Norddeutschlands in herbstlicher Stimmung. Nebenbei erfahren Sie etwas über das natürliche Recycling im Naturwald, die Bedeutung von Alt- und Totholz und entdecken vielleicht Spuren heimlicher Waldbewohner.



Hamburg - Hotspot des Vogelzuges
(Wedeler Marsch)

Hamburg liegt direkt auf der Vogelfluglinie: Vögel, die im Herbst von Südschweden aus über Fehmarn weiter in südwestliche Richtung fliegen, treffen im Hamburger Westen auf die Elbe, wo sie den Fluss entweder überqueren oder an ihm entlang Richtung Nordsee ziehen. Vor den Toren Hamburgs, in der Wedeler Marsch, rasten viele Wat- und Wasservögel im vorgelagerten Süßwasserwatt oder auf den Teichen im Binnenland. Erleben Sie Zugvögel bei einem Deichspaziergang und beim Besuch der Carl-Zeiss-Vogelstation, wo man die Tiere fast hautnah beobachten kann, ohne sie zu stören.



Kraniche und Seeadler im Biosphärenreservat Schaalsee
Die artenreiche, wunderschöne Schaalseelandschaft - nur rund 60 km von Hamburg entfernt - ist zu meiner zweiten Heimat geworden. Gerne zeige ich Ihnen z.B. die eiszeitlich geprägte, hügelige Landschaft rund um den Neuenkirchener See mit ihren Buchenwäldern, Wiesen, Äckern und Kleingewässern. Kranich und Seeadler sind hier ebenso zuhause wie Nachtigall, Laubfrosch und Pirol, Biber oder Fischotter.

 

Weitere Exkursionsziele auf Anfrage.